Archiv: Stephan Geene feat. Claudia Basrawi, Justus Köhncke, Kerstin Cmelka & Ricky Shayne

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mutwillig, Shayne

Programm

ACHTUNG: Begrenzte Kapazitäten, Reservierung am Veranstaltungstag empfohlen.  
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URAUFFÜHRUNG

BRD 1967: Ein Libanese im afrikanischen Kaftan höhlt den Muff des Schlagers aus und füllt ihn mit ungebärdigem Leben. Ich sprenge alle Ketten heißt der erste deutsche Hit von Ricky Shayne aus der Feder des späteren Munich Disco-Grandseigneurs Giorgio Moroder.  mutwillig, Shayne ist Anreicherung und Neuerfindung von Popgeschichte und Körperpolitik, ein theatraler Essay von Stephan Geene, der in ein postkritisches Konzert mündet. Geene konzentriert sich auf die Berliner Phase des so unnahbaren wie unberechenbaren Musikers zwischen Kitsch und Funk, Plastikfreiheit und Playboy-Dissidenz. Ein Lager mutiert zur Probebühne: Im sich irgendwie doch modernisierenden Nachkriegsmief muss Verführung organisiert werden. Es locken BRAVO-Starschnitte, Jetset-Chic und die schmachtende Angstlust auf den stolzen arabischen Mann. Doch diesen Ricky, gespielt von dessen Sohn Tarek, wird selbst eine fiktive Las Vegas-Show nicht zum bloßen Fetischmedium degradieren. Am Ende erretten ihn und uns vielleicht die ironische Andeutung eines Comeback-Galakonzerts unter der Leitung von Justus Köhncke: Alles ist kaputt, alles ist möglich.

Idee und Regie: Stephan Geene
Musikproduktion: Justus Köhncke
Regieassistenz: Caroline Kirberg
Mitarbeit Text: Claudia Basrawi
Bühne: Merle Vorwald
Film, Kamera: Volker Sattel
Film, Ton: Manuela Schimina, Manja Ebert
Mit: Ricky Shayne, Tarek Shayne Tabet, Imran Shayne Tabet, Claudia Basrawi, Stephan Geene, Kerstin Cmelka u.a.

Eine Koproduktion von donaufestival, Haus der Kulturen der Welt und bbooksz av.

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