Brian Shimkovitz wurde als 19-jähriger von einem Stück der Ghanaer Gruppe Wulomei nach eigenen Angaben so „destroyed“, dass er Appetit auf mehr bekam. Der studierte Ethnomusikologe zog mit einem Fulbright-Stipendium nach Ghana, um vor Ort die lokale Hip-Hop-Szene zu erforschen. Auf Straßenmärkten sammelte er Kassetten mit Musik aus Zimbabwe über den Senegal bis Äthiopien. Zurück in Brooklyn digitalisierte er diese musikalischen Trouvaillen und stellt sie seit April 2006 in seinen MP3-Blog „Awesome Tapes from Africa“ zur Verfügung. Ähnlich wie andere feine Labels wie „Soundways“, „Honest Jon’s“ oder die „Éthiopiques séries“ will er aber nicht exotistisch kulturelle Artfakte ausstellen, sondern afrikanische Popmusik allen zugänglich machen. So verweist er zum Beispiel auch auf einen High-Life-Hit aus Nigeria wie „Sweet Mother“ von Prince Nico Mbarga aus dem Jahr 1976, der sich mehr als 10 Millionen mal in Afrika verkauft hat. Wo ist da noch mal die Peripherie und wo das Zentrum?
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