>>USA 1997, 73 Min., engl. OF >>Regie: Iara Lee
„Kino
fürs Ohr" untertitelt Iara Lee den Nachfolger ihres gefeierten
Erstlings Synthetic Pleasures. Auch in Modulations geht es um
Zukunftsweisendes, nämlich die Stationen, Rezeption und Folgen der
elektronischen Musik: von Luigi Russolos futuristischem "Art of
Noises"-Manifest (1914) über Cage, Stockhausen, Kraftwerk, Chicago-House
und Detroit-Techno bis zu jüngeren britischen Fortentwicklungen wie
Jungle und Drum & Bass.
Gedreht an den Brennpunkten der
internationalen Club- und Raveszene, beschreibt Modulations diese
komplexe Evolutionsgeschichte mit adäquaten Mitteln. Collage,
Überbelichtung, Jump Cut und Material-Mix sind formale Entsprechungen
der unsteril-organischen Entstehungsprozesse, die der Film thematisiert.
Nebenbei werden Backgrounds und Referenzen deutlich, die die
notorischen Zweifler und Neinsager zu den „kalten Klängen" eines
Besseren belehren dürften. (Text: Cologne Conference)
Berlinale (Internationales Forum des Jungen Films) 1998; Sundance Film Festival 1998
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