Der 1. Babysoldat der Diktatur der Kunst, Zustandmeese, steht immer stramm (Strammmmeesel strullert: Demokratisiert mi nit on)
Das
interdisziplinäre Performanceprogramm in der Kunsthalle Krems ruft zur
Nabelschau gegenwärtiger Identitätskonstruktionen auf und demaskiert das
ökonomische und politische Handeln des Individuums im Kollektiv. Wir
blicken hinter die Kulissen unserer globalisierten Gegenwart und
erkennen die Selektionsprozesse der Moderne. Wenn die Gesetze der
Ökonomie die Kartografie unserer Weltordnung festlegen, generiert die
Freisetzung der wirtschaftlichen Prozesse eine Demontage unserer
tradierten Wertesysteme, die eine immanente kulturelle Entwurzelung zur
Folge haben. Es ist kein Platz mehr im Boot nach Lampedusa! Die
unausweichliche Dialektik von Geschichte, Ökonomie und Gesellschaft
konzentriert der deutsche Performance Künstler Jonathan Meese zu seinen
provokativen Installationen, Lectures und Manifesten. Mit seinem
soziografischen Blick für das Scheitern der Kulturen setzt er der
Vorstellung einer gesellschaftlichen Ideallandschaft den utopischen
Entwurf einer „Diktatur der Kunst“ entgegen. Die Aufforderung zur
totalen Mobilmachung der Kunst wird Meese auch in seinem wortgewaltigen
Vortrag an das Publikum des donaufestival richten, wie folgender
Vorgeschmack zeigt:
KUNST IST KEINE ESOTERIK UND KUNST IST KEINE MENSCHENANARCHIE: KUNST IST DIE EINZIGE TOTALSTE WELTANSCHAUUNG DER ZUKUNFT, toll, toll, toll … also KUNST AN DIE MACHT
www.cfa-berlin.com/exhibitions/artist/jonathan_meese
In Kooperation mit Kunsthalle Krems.
www.kunsthalle.at