Black Metal auf Thrill Jockey, dem Stamm-Label von gepflegtem Postrock wie Tortoise oder Sea & Cake? Kein Problem, wenn es sich um die „transzendentale Ekstase“ von Liturgy handelt. Denn so beschreibt Hunter Hunt-Hendrix (kann dieser fantastische Name erfunden sein?), Student amerikanischer Romantik und Kopf des Twenty-Something-Quartetts aus Brooklyn, den Seelenzustand, den er mit seiner Musik auslösen möchte. Auch wenn sich diesem Extrem-Genre hier etwas unkonventioneller, ja, fast poetisch genähert wird – schließlich lernte Hunt-Hendrix Black Metal in seiner High-School-Zeit über das Internet (!) kennen und machte zunächst Soloaufnahmen mit einem Vierspurgerät, Bedroom Recording mal etwas anders also -, ist auf dem Debüt-Album „Renihilation“ (2009, damals noch auf 20 Buck Spin) doch alles da, wonach es Die-Hard-Fans verlangt: kreischende bis grunzende Vocals, maschinengewehrartig knüppelnde Drums, singende Gitarrenwände und vor allem wunderschön klischierte Songtitel wie „Mysterium“, „Pagan Dawn“ oder „Ecstatic Rite“.
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