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Gibt es doch so etwas wie einen guten Tod? Dieser Frage widmet sich die diesjährige erste Ausgabe des Magazins „Philosophie“. Um sich mit der Aktualität der Frage philosophisch zu befassen, überhaupt zu begreifen sterblich zu sein, versuchen die AutorInnen ihre Philosophie- AbonnentInnen „das Sterben zu lehren“. Sie paraphrasieren die alte Schule, die besagt, dass mit dem Tod die Perzeption von Wärme oder Kälte, von Licht oder Schatten, der Liebe oder des Hasses aufhört. Sie begründen ihre kulturwissenschaftliche These darauf, dass der Tod das Eindringen eines endgültigen Schweigens in das lebhafte Gespräch unseres Daseins bedeutet. Wann können wir aber von einer Perzeption des politischen Sterbens in Europa sprechen? Wann ist der Zustand des Nichtseins ein politischer Tod? Wir können nicht gleichzeitig vom übermenschlichen Schicksal im Mittelmeer und von der europäischen Freiheit sprechen. Die europäische Freiheit, in der wir glauben zu leben, zeigt sich als Verhängnis für die Anderen. Diejenigen, die dem Tod zu entfliehen suchen, laufen ihm gleichzeitig entgegen.
Das Sterben im Mittelmeer zu rekonstruieren war nie die Aufgabe von „Al Paradiso“. Sondern sich einzukapseln und sich fallenzulassen, um alleine den Zustand des politischen Nichtseins zu erleben, ohne dabei mit den dramatischen Bildern aus den Medien konfrontiert zu werden, führt zur Befreiung von linken Tabus. Diese Befreiung entsteht nicht durch blinde europäische Empathie gegenüber fremden Kulturen, sondern durch objektive Akzeptanz der Eigenständigkeit all derjenigen, die aufgrund ihres Andersseins noch keinen Zugang zum „Paradiso“ haben.

Installation: God´s Entertainment
Musik & Klanggestaltung: Peter Kutin

Eine Produktion von God's Entertainment in Koproduktion mit Schauspiel Leipzig und donaufestival.
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien MA7.

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