Archiv: Ula Sickle

Krems Halle 1 Halle 1

The Sadness

Programm

PERFORMANCE

Österreichische Erstaufführung

Von der Welt ist nicht mehr viel übrig. Zunächst zwitschern aber noch die Vögel vom Band. Drei Performer*innen lungern auf einem Erdhaufen herum. Später werden sie Tänze aus dem Internet kopieren und zu Mikrofonen und soundgenerierenden Tabloids greifen. Die dünnen, mit diversen Verfremdungseffekten belegten Stimmen künden von einem diffusen Schmerz. Nur der grollende, massive Bass wärmt das, was man früher Seele nannte. Die Traurigkeit wird in diesem technoschamanistischen Ritual nicht individuell ausagiert, sondern als gesellschaftliche Grundstimmung gedeutet. So entsteht ein choreografiertes Lamento über das Unbehagen an der Gegenwart, eine Spielart von live zusammengebauter, introvertiert dargebotener Rap-Musik, die Verletzlichkeiten betont und die dunkle Rückseite des Narzissmus ansteuert: die Depression, die Abhängigkeit von stimulierenden Substanzen, der Wunsch nach Betäubung, die Melancholie der Jugend, die Einsamkeit im Netz.

Concept, direction, video, laser: Ula Sickle
Lyrics, concept, performance: Sidney Barnes, Ashley Morgan, Amber Vanluffelen (originally with Camilo Mejía Cortés)
Sound design: L. Sue | light design: Ryoya Fudetani | sound engineering: Noé Voisard | video engineering: Tim Wouters | Costume: Sabrina Seifried
Sprache: Englisch

Website Ula Sickle

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