Theory & Talk
Patricia Reed
Planetarische Hoffnung als Noch-Nicht-Realismus (EN)programmtext
Angesichts der gegenseitigen soziotechnischen und ökologischen Durchdringung wäre es „Wahnsinn“, Hoffnung auf rein individueller Ebene zu konzipieren. Ausgehend von Ernst Blochs Überlegungen zur Hoffnung als etwas, das auf dem „Noch-Nicht-Bewussten“ gründet, werden wir untersuchen, wie der durch unsere planetarische Situation erzwungene Realismus möglicherweise nicht im Widerspruch zu Blochs Idealität steht, sondern eine Gelegenheit bietet, strukturelle Verflechtungen in soziale Solidaritäten zu verwandeln, aus denen Hoffnung kollektiviert werden kann.
In Kooperation mit Kunstraum Niederoesterreich.