Fr. 26 April 2024 19:30 Uhr

Studio Julian Hetzel und Ntando Cele

SPAfrica

Studio Julian Hetzel and Ntando Cele – SPAfrica © Alexandra Masmanidi

Beschreibung

Die Performance geht von einer neuen Variante des Ressourcentauschs zwischen Europa und Afrika aus. Einerseits, so wird es auf der Bühne gesagt, wird kostbares Trinkwasser aus den Regionen südlich der Sahara nach Europa importiert: SPAfrica. So heißt angeblich der erste „Empathy-Drink“ der Welt. Auf der anderen Seite werden Tränen des Mitleids im Herzen Europas gezüchtet und zur Wasserquelle in Afrika gebracht. 

Vor dem Hintergrund des Extraktivismus, der zunehmenden Privatisierung von Gemeingütern wie Wasser und der Kapitalisierung der Gefühle erkunden Julian Hetzel und Ntando Cele in SPAfrica die Möglichkeiten der Empathie. Was wäre, wenn die Einfühlung in andere nicht zur nachhaltigen Parteinahme für Leidende führt, sondern sich im Akt des „romantischen Glotzens“ (Bertolt Brecht) ein distanzierendes Machtgefälle bestätigt und bestehende Privilegien verstärkt werden? Die Performance fragt nach dem Mehrwert des Mitleids. Verwandeln sich die durch den Rassismus in die Welt gekommenen Traumata in das neue Gold der Künste?

Credits 

Concept: Julian Hetzel and Ntando Cele
Direction: Julian Hetzel
Performance: Ntando Cele
Dramaturgy: Miguel Angel Melgares
Artistic advisor: Sodja Lotker, Khanyisile Mbongwa
Music & composition: Frank Wienk
Light design: Nico de Rooij
Technical coordination: Vincent Beune, Aengus Havinga
Technicians: Tom Doeven, Simon Kelaita, Bea Verbeek, Wout Jansen
Technical solutions: Merijn Versnel, Guido Bevers
Production manager: Marieke van den Bosch
Production Cape Town: Lungile Mbongwa
Galerist Cape Town: Mpilo Ngcukana
Assistant costume designer: Merel van Erpers Roijaards
Mask artist: Carly Heathcote
Make-up artist: Julia Markow
Prop maker: Saskia Hartog
Video documentation: Reynold Reynolds, Bongeka Ngcobo
Photography: Alexandra Masmanidi, Anouk Maupu 

Special thanks to the voluntears and the local hosts of the artist talk.

Produced by Studio Julian Hetzel, co-produced by Schauspiel Leipzig (DE), CAMPO Gent (BE), Theatre Vidy-Lausanne (CH), SPRING Performing Arts Festival Utrecht (NL), Auawirleben Festival, Bern (CH). With the support of: Performing Arts Fund (NL), City of Utrecht (NL), Fonds21 (NL), Vriendenloterij Fund (NL), Prins Bernhard Culture Fund (NL), Fentener van Vlissingen Fonds (NL), Onassis AiR Athens (GR), 16 on Lerotholi Gallery (ZA).

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